Riesenschritt1

Der erste Riesenschritt

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Veränderung im Selbstbausatz – IKEA, oder „der leichte Weg irgendwohin“ … Dazu müssen wir zuerst allerdings Goethe Lügen strafen, wenn er sagen lässt: „Die Höhe reizt uns, nicht die Stufen!“ Gerade die Stufen sind es, die hier den Spass ausmachen. Und damit meine ich nicht dieses „der Weg ist das Ziel“-Gerede! Das Ziel ist das Ziel und bleibt es auch. Dennoch ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass die einzelnen Etappen erstens machbar sind und darüber hinaus zweitens die innere Glut entfachen – andere sagen dazu Begeisterung. Keine Begeisterung, keine Veränderung! Dieses Puzzle galt es zu lösen! Die „Riesenschritte“ sind mein Ergebnis:

Ich muss dich warnen: Dieser erste Schritt klingt so einfach, als wäre er ein Witz. Dennoch scheitern hier wahrscheinlich schon mehr Menschen als bei sämtlichen Auditions und Probespielen zusammen. Der erste Riesenschritt lautet nämlich: Bestimme exakt, was du willst und was dich davon abhält, es zu bekommen. Noch einmal: Was ist es, das du willst und was verhindert, dass du genau das jetzt sofort bekommst?

„Sag einmal Leonhard, willst mich pflanzen?“

Ich meine, das klingt ja wirklich lächerlich.

Dennoch, ich muss hier leider versichern: Das erste, worauf wir uns für gewöhnlich stürzen, ist eine Ansammlung von Dingen die wir NICHT wollen!!! „Ich möchte nicht mehr diesen oder jenen Kack.“, „Ich möchte nicht mehr Zittern oder Schwitzen.“, „Ich möchte mich nicht mehr innerlich so kaputt fühlen.“, „Ich möchte keine Existenzängste mehr haben.“, „Ich möchte keine Betablocker oder andere Drogen benötigen.“ …

Ja, wenn wir von allem soviel hätten, wie von dem Ding/den Dingen, die wir nicht wollen. Und so wissen wir zwar, was wir gerne ändern wollen, aber in den seltensten Fällen wissen wir, WOHIN wir uns verändern wollen.

Fragt man danach, bekomme man zur Antwort: „Ich möchte mich besser fühlen.“, „Ich brauch ein besseres Engagement.“ „Ich brauch mehr Geld.“… Vergiss es! Das ist viel zu allgemein! Du und ich, wir müssen uns langsam daran gewöhnen, dass unser Gehirn ALLES für uns in die Tat umsetzt, was wir ihm präzise auftragen. Jeder visualisierte Gedanke hat das Bestreben sich zu verwirklichen. Aber dazu wär es ganz gut, wenn wir genau wüssten, was wir wollen, und wir müssen Entscheidungen treffen. Nur, viele von uns haben ihre „Entscheidungsmuskeln“ so lange nicht verwendet, dass diese im Lauf der Zeit recht schwächlich geworden sind. Da ist es schon ein Problem eine Entscheidung für das Mittagessen zu treffen, geschweige denn die Richtung des Lebens zu verändern.

Aber hier beginnen wir – immer! Wenn ich keine Fortschritte mache und /oder nicht erreiche, was ich will, kann ich davon ausgehen, dass ich mir nicht klar darüber bin, was ich wirklich will – und – was mich blockiert.

 

Möglicherweise sagst du jetzt: „Ich weiss nicht, was mich aufhält. Das ist ja das Problem.“ DOCH, du weisst es. Dieser Irrglauben – nicht zu wissen, was dich zurückhält – ist das Glaubenssystem (=Kredo), das die Veränderung verhindert. Ich möchte dich daher herausfordern, von heute an mit einem brandneuen Kredo zu operieren. Dieses lautet: „Ich kann immer herausfinden, was mich zurückhält. Und sobald ich mir dessen bewusst geworden bin, kann ich es auch verändern.“

Und ich kann dir auch verraten, was es ist, das dich da zurückhält: Auf irgend einer Ebene hast du mehr Schmerzen an eine Veränderung gekoppelt, als daran, dort zu bleiben, wo du bereits bist. Auf einer Ebene hast du vor der Veränderung Angst.

WARUM? Wir sind alle Menschen und haben als solche ein dringendes Bedürfnis nach Sicherheit. Wenn wir uns nicht sicher fühlen – und eine Veränderung bringt immer ein gewisses Mass an Unsicherheit mit sich – bekommen wir Angst. Unsicherheit könnte ja bedeuten, dass wir statt Harmonie noch mehr Schmerzen erfahren.

Das ist die große Herausforderung. Genau deshalb müssen wir so exakt wissen, was wir genau erreichen wollen. Wie wir uns da fühlen wollen, wie wir uns da verhalten werden! Das ist der einzige Weg. Damit haben wir einen klaren Ankerpunkt für unsere Energie, eine interne Sicherheit, dass, wenn wir uns verändert haben, eine Menge Harmonie die Belohnung sein wird. Wir wollen uns ja nicht nur verändern, um AUS den Dissonanzen zu kommen. Wir wollen auch mehr Saft, mehr Freude im Leben haben. Esst mehr Oliven!

So, jetzt bist du an der Reihe. Was verändern wir genau? Und entscheide nicht nur dieses WAS, sondern auch das WOHIN. Was willst du wirklich?

Und – noch einmal – was verhindert deinen Wunsch? (Es ist entweder ein Kredo oder eine dumme Erinnerung, eine negative Assoziation oder eine Angst vor den Auswirkungen der Veränderung.)

Überleg dir erst, was du verändern willst. Was ist für dich dabei wichtig? Dann mach auch die Richtung, in die du dich verändern willst, eindeutig und klar! Wolltest du z.B. „diese blöde Sache loswerden“, was willst du stattdessen tun? Wie willst du dich stattdessen verhalten? Wie fühlen? Wer willst du stattdessen sein? Und dann: Was hat dich bis jetzt davon abgehalten, dich zu verändern? Denk darüber jetzt gleich nach und mach den ersten Riesenschritt.

Warum öffnest du nicht einfach ein File und schreibst ein paar der Punkte jetzt sofort auf? Schreiben statt schreien!

 

Ich nehme an, du hast diese Übung gemacht. Ich bin sicher, dass du nicht weitermachen würdest, ohne die Gunst dieses Augenblicks genützt zu haben! Bitte nimm dir die Zeit dafür! Mach mit, lass dich von der Magie berühren. Lies nicht nur passiv diesen Blog! Entscheide dich dazu!

(Alle jene, die die Übung eh gemacht haben, verzeihen mir bitte meine Penetranz und betrachten diesen letzten Aufruf als gegenstandslos.)

Und natürlich stehe ich gerne zur Verfügung! Solltest du eine Frage haben oder sonst ein direktes Anliegen, schick´ mir eine kurze Botschaft oder melde dich hier.
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