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Im Fokus: Angstforschung

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Es ist längst wissenschaftlich belegt: Dreiviertel (78%) der OrchestermusikerInnen produzieren während eines Konzertes messbar DOPPELT SOVIELE Stresssymptome wie ein(e) Kampfjet-Pilot(in) unter Beschuss im Kriegseinsatz!

„Herzklopfen bis zum Hals, rasender Puls, trockener Mund, kalter Schweiß, Schmetterlinge im Bauch, Gefühl von Unwirklichkeit…“ – nein, das sind (in diesem Fall) keine Selbstwahrnehmungen von Instrumentalisten vor der „offenen Stelle“, sondern vereinzelte Berichte von US-Pilotinnen und Piloten unter Beschuss im Irak-Krieg.

Aber wir kennen diese Gefühle eben auch – trotzdem ist es meist noch ein Tabuthema.

Neurowissenschaften, Biofeedback, über 25 Jahre praktische Erfahrung mit unzähligen ProfimusikerInnen, oder begleitende Therapien aus dem schulmedizinischen Bereich enthüllten eine absolute Sensation:

Angst entsteht durch die exakt gleichen „Organizing Principles“ wie Begeisterung! Das heißt, wer Angst produzieren kann, kann mit den selben Fertigkeiten Begeisterung produzieren!

Dieses “Organizing Principle” nennt man mymozartScan® und beschreibt damit die emotionalen Wirkungskreise die sowohl für lästige Auftrittsangst, Prüfungsstress, als auch für Sternstunden verantwortlich sind.
Diese emotionalen Wirkungskreise sind hinsichtlich ihrer Struktur vollkommen identisch und unterscheiden sich rein durch die Form des Erlebens.
Daraus ergibt sich das neurobiologische Faktum: dass nicht das zählt, was „wirklich“ geschieht, sondern das, was die Dinge für uns bedeuten. In letzter Konsequenz entscheidet das sogar über Leben und Tod, wie das viel zitierte Hochschaubahn-Experiment aufzeigte:
Da verschlechtert im einen Fall eine Achterbahnfahrt den Gesundheitszustand von Krebspatienten deutlich, wenn dieser „Ride“ für die Patienten Angst und Horror bedeuten – und ihre Nebennierenrinden daraufhin die Stresshormone Adrenalin und Cortisol produzieren. Bei den Patienten allerdings, die die gleiche Achterbahnfahrt lieben und genießen, bedeutet diese Fahrt eine perfekte Krebstherapie, weil ihr Körper ein hochwirksames Medikament (Interleukin 2) produziert – und das in optimaler Dosierung und Stärke! (siehe Quellenverzeichnis)

Das heißt, zwei Menschen führen zur selben Zeit die exakt gleiche Handlung aus – und der /die eine wird davon krank, während der /die andere stark und gesund wird.

So dramatisch diese Erkenntnis auch ist, ist sie doch nichts Neues. Dass es auch in unserer Profession immer auf die Perspektive ankommt, wussten wir alle oder haben es zumindest geahnt. Das wirklich Neue und Besondere allerdings ist, dass uns jetzt mit mymozartScan® die „emotionale Landkarte“ zur Verfügung steht, die es uns ermöglicht, die Gefühlsrichtung, in die wir uns bewegen wollen, selbst zu wählen, sie in der „Sprache“ des Nervensystems zu formulieren und damit das eigene „Nervenkostüm“ so zu verwenden, wie es eigentlich ursprünglich vorgesehen ist. Wenn man bei einer Schraube das “organizing principle” des Drehens erkannt hat, kann man mit der Drehrichtung bestimmen ob man die Schraube anziehen oder lockern möchte. Genauso können wir, sobald wir über den mymozartScan® verfügen, über Angst oder Begeisterung entscheiden.

mymozartScan® hat jetzt den Missing Link für die praktische Nutzbarmachung der aufgezeigten Erkenntnisse der wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema aus u.a. Neurobiologie, Medizin und Biofeedback-Messtechnik gefunden. An dieser Stelle soll besonders auf die wichtigen und kreativen Arbeiten von Dr. Matthias Bertsch und DDr. Christoph Baumgartner verwiesen werden, die mit Präzision und Begeisterung das Feld der Bedeutungsgebung und des Lernens lückenlos erfassbar und beschreibbar machen.

mymozartScan® wiederum baut zusätzlich auf der praktischen Arbeit und Betreuung von unzähligen Musizierenden, SängerInnen, auftretenden KünstlerInnen und Studierenden auf. Daraus ist dieser mymozartScan®-Bauplan entstanden.

Es gilt dabei vor allem drei Punkte zu meistern:

Die eigenen „gefühlten Gedanken“, die immer das Bestreben haben werden, sich zu verwirklichen, zu beherrschen!
Auf die Gefühlsrichtungen zu achten und diese zum eigenen Nutzen verwenden!
Die Sprache des Nervensystems zu erlernen, damit wir uns „automatisch“, also ohne aktives Zutun, auch unter besonderer Belastung, begeistert und wohl fühlen können.

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