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Friedenspreis?

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Viel wurde in diesem einen Tag schon über den Friedensnobelpreis 2015 gesagt. Und das ist gut so! Gerade jetzt, wo nicht nur mir die gesellschaftliche, politische und humanitäre Situation auf der Welt ein mulmiges Gefühl verursacht, kommt diesem höchsten Friedenssymbol, aber auch dem Umgang damit, eine besondere Bedeutung zu. Und wenn man dann die Vorhänge der oberflächlichen Betrachtungen zur Seite gezogen hat, wenn’s nicht mehr sexy ist, vor vergangenen, früheren Entscheidungen zu warnen bzw. die Politik des einen oder der anderen mit diesen Entscheidungen zu beurteilen, dann offenbart sich für mich ein Ereignis von unglaublicher Weisheit, Kraft und Schönheit!
In einer turbulenten Zeit richten wir plötzlich unsere Aufmerksamkeit nicht mehr (nur) auf all die Dinge, die im Argen liegen und die uns in Europa heute schon, oder erst morgen, grosse Probleme bereiten. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf eine turbulente Region, die mit unserem, gerade turbulenten Europäischen Schicksal untrennbar verbunden ist, wo inmitten turbulenter Ereignisse eine positive und konstruktive Pflanze um das Überleben kämpft!
Aus sich selbst heraus ist diese Pflanze gewachsen und hat die gesellschaftlichen Lebensnerven Arbeit und Menschenrechte erfolgreich gebündelt. Das „Quartett für nationalen Dialog“ <Arbeitgeber (UTICA) – Arbeitnehmer (UGTT) – Gesetzliche Organisation (Ordre National des Advocats de Tunisie) – Tunesische Liga der Menschenrechte> ist einzige und hoffentlich erste Initiative, die sich mutig der eigenen, gemeinsamen Stärke besinnt und damit Wachstum ermöglicht.
Wenn etwas Frieden auf der Welt schafft, dann der Glaube, dass Frieden möglich ist. Und ich persönlich bin überglücklich, dass das Friedensnobelpreis-Komitee dieses „Projekt Arabischer Frieden“ zu einem Zeitpunkt unterstützt, wo es noch so richtig viel Energie und Durchhaltevermögen benötigt! 1983 ging dieses Konzept das erste Mal auf. Da ging der Friedensnobelpreis an Lech Walesa für Solidarność (auch Arbeiter- und Menschenrechtsbewegung). Ich glaube fest daran, dass die Saat von 2015 einst genauso aufgehen wird!
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