Probleme?

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„Herzklopfen bis zum Hals, rasender Puls, trockener Mund, kalter Schweiß, Schmetterlinge im Bauch, Gefühl von >Unwirklichkeit

Wir kennen diese Gefühle auch. Und nicht nur diese. Die Auswahl an unerfreulichen Effekten, mit denen sich Schauspieler, Musiker und Tänzer herumschlagen müssen, scheint grenzenlos:

Erkrankungen der Sehnenscheiden oder des Sehnengleitgewebes sowie der Sehnen- oder Muskelansätze, Meniskusschäden, Durchblutungsstörungen, chronische Erkrankungen der Schleimbeutel, bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule, der Halswirbelsäule, Schwerhörigkeit durch übermäßige Lautstärke, Erkrankungen der Atmungsorgane (durch Staub, chemische Dämpfe), Erkrankungen der Stimmbänder, fokale Distonie (Musikerlähmung), Panikattacken, Depression, cerebrale Störungen, und, und, und …

Die meisten dieser Krankheiten sind auf der Liste arbeitsbedingter Berufskrankheiten des Gesundheitsministeriums zu finden und bedingen – soferne es sich nicht um einen künstlerischen Beruf handelt – Gefahrenzulagen, kostenlose Betreuung, bezahlten Krankenstand usw. Doch Künstler fürchten zusätzliche Schwierigkeiten mit Kollegen oder dem Theater /Orchester und sprechen daher zunächst gar nicht über ihre Probleme.

Nun, wir kennen unsere Situation und haben einen mehr oder weniger funktionierenden Weg gefunden, mit ihr umzugehen. Oftmals leider einen weniger funktionierenden. Hier ein paar Fakten:

Unabhängigen Studien zufolge greifen mehr als 70% der auftretenden Künstler zu Drogen (Beta-Blocker, Alkohol, Tabletten,…), um auftretenden psychologischen und physiologischen Problemen entgegenzuwirken. Alex Scott, Administrator des British Performing Arts Medicine Trust zeigte sich schon 1996 schwer besorgt: „Wir raten unbedingt davon ab, Beta-Blocker regelmäßig zu nehmen. Aber die Leute essen sie wie Smarties. Sie sollten sich bewusst machen, was sie sich und ihrem Körper damit antun.“ Inzwischen hat sich die Situation eklatant verschlimmert!

Die Zahl derer, die bei ÄrztInnen, PsychologInnen oder AlternativmedizinerInnen Hilfe (in einer ausweglos scheinenden Notsituation) suchen müssen, verdoppelt sich pro Jahr. Bereits etwa 30% fühlen sich dem Druck nicht mehr gewachsen und wollen bzw. können ihren Beruf nicht mehr ihren Vorstellungen entsprechend ausüben.

90% hatten oder haben mit einem primären berufsbedingten Problem zu kämpfen. Vielen ist dieser Zustand gar nicht bewusst, weil ihre „Behinderung“ scheinbar ganz normal ist.

So erschreckend und dramatisch diese Situation zweifellos ist, so dringend notwendig ist es, die Dinge beim Namen zu nennen und Möglichkeiten aufzuzeigen, in der Welt der Bühne, des Podiums und der Studios zurechtzukommen – weil ändern können wir sie nicht.

Deshalb gibt es z.B. diesen Blog. Ich selbst arbeite seit mehr als 20 Jahren als „Mental-Regisseur“ an vorderster Front. Ich hatte in dieser Zeit das Privileg, viele auftretende Künstler in den USA und Europa über Einzeltrainings, Workshops und Seminare betreuen zu dürfen und möchte mit meinen Gedanken, Übungen und Erfahrungen mit Euch in Diskurs gehen. Wir werden hier sicherlich NICHT die Problembeweinungen, Schuldzuweisungen und Horrornachrichten auf die Spitze treiben, sondern uns gemeinsam dafür einsetzen, dass ein neues Bewusstsein entsteht! Das Bewusstsein, dass wir dem ständig wachsenden Leistungsdruck sinnvolle Massnahmen entgegensetzen können und müssen! Dass wir der Situation nicht hilflos ausgeliefert sind und dass wir einfache Werkzeuge beherrschen lernen müssen, um selbst die Verantwortung für unsere eigene Optimalbefindlichkeit übernehmen zu können.

Ich trete dafür ein, dass wir alle selbst das Heft in die Hand nehmen und für Lebensqualität und Zufriedenheit sorgen. Dafür werde ich mich aktiv einsetzen!

Für Hilfe im letzten Moment hier klicken.

 

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