LESSON 2 - Monster?

Dieses Programm ist den Kindern gewidmet! Allen Kindern dieser Welt, auch den schon großen Kindern und denen, die es noch werden wollen! Aber auch den Kindern in uns soll es gewidmet sein, allen eigenen Kindern und ganz besonders natürlich der Hannah und dem Michael

 

Jeder, der schon einmal seine Leistung zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt erbringen musste - und das betrifft uns alle - weiß, dass man da aufgrund des strikten Zeitablaufes und der Unwiederholbarkeit der Situation einem besonderen Leistungsdruck ausgesetzt ist.

Du kennst sicher die Situation: Man hat ausreichend geübt, gelernt, geprobt oder trainiert, ist also bestens vorbereitet - und dann spielen irgendwie die Nerven nicht mit. Im Klassenzimmer, im Konferenzzimmer, vor der Kamera, bei der Präsentation, in der Verhandlung … - und wir sind auf einmal gedanklich mit ganz anderen Dingen beschäftigt als geplant. Wo ist unser erlerntes Verhalten geblieben? Was ist mit unseren erlernten Inhalten geschehen? Entscheiden wirklich nur unsere Nerven, ob wir gut sind oder nicht? Ob wir lieben, was wir tun und tun was wir lieben?

Wir haben viele, viele Personen, die aufgrund ihrer Tätigkeit unter nervlicher Dauerbelastung stehen, gebeten zu beschreiben, wie „Lampenfieber“ in der persönlichen Situation auftritt.

Das waren z.B. ausübende Musiker, Schauspieler, Athleten...
Wir bekamen am häufigsten einen oder mehrere der folgenden Punkte genannt:
- Das Gefühl, hinter den eigenen Möglichkeiten zurückzubleiben
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Monster?
- Körperliche Blockaden (z.B. Zittern, Schweißausbrüche, das Gefühl „wie gelähmt“ zu sein, …)
- Motivationslosigkeit, keine klaren Ziele
- Existenzangst
- Das Gefühl, immer Pech zu haben
- Zeitweilige oder chronische Energielosigkeit
- „Sich selbst nicht zu spüren“
- Mangelndes Selbstvertrauen
- Abhängigkeit von Beruhigungsmitteln
- Die notwendige geistige oder körperliche Ruhe nicht finden zu können
- Das Gefühl, nicht kreativ sein zu können
- Leistungseinbußen durch störende Nervosität
- Sich unverstanden zu fühlen
- Machtlosigkeit
- Frustration
- Vor Publikum nicht aus sich herausgehen zu können
- Angst vor Versagen

Wenn wir offensichtlich zeitweise nicht das tun können, was wir eigentlich wollen, warum entledigen wir uns dann nicht unseres anscheinend unsinnigen Verhaltens, sobald wir uns dessen bewusst geworden sind? Oder haben wir es mit einem übermächtigen, geheimnisvollen Monster zu tun, das wie ein böser Fluch auf uns lastet und nur darauf wartet, uns fertig zu machen?

Die Antwort lautet (und das wird dir jetzt gar nicht so gefallen): Ja und Nein! Ja, es gibt so eine Kraft in jedem von uns, die für all die unangenehmen Effekte verantwortlich ist! Ja, diese Kraft ist stärker als all unser Denken, als unser Wollen und unsere Regeln. Mit dieser Kraft ist nicht Gott, Allah, Buddha, Krishna oder Manitu gemeint, sondern "DIE GUTE ALTE BERTA". Und Nein, sie will uns nicht fertig machen, ganz im Gegenteil! Wer diese Berta ist, was Berta will, wie Berta tickt und warum Berta manchmal so grauslich ist, darum geht es schon im nächsten Trainingsbrief!