DER ANSATZ

Naturgemäß haben wir zunächst eine gewisse Scheu, uns selbst wegen Stress, Auftritts- oder Prüfungsangst betreuen zu lassen.

Zu viele meinen, ein persönliches (oder künstlerisches) Unvermögen einzugestehen, wenn sie sich zu einer Zusammenarbeit mit einem Regisseur entschließen. Diesem Punkt muss ich ganz entschieden entgegentreten. Das Gegenteil ist der Fall: Was im Spitzensport längst selbstverständlich ist – nämlich, dass sich die Besten ihres Faches durch einen Coach den Rücken freihalten, um sich auf die Dinge konzentrieren zu können, die wirklich zählen – wird bald auch im Kultur-, Medien- und Schulbetrieb seine Gültigkeit haben. Dort wie da ist eine Zusammenarbeit sinnvoll, weil unsere Trainer subjektiv genug sind, um am persönlichen Wachstum der Begleiteten interessiert zu sein, und objektiv genug, den Überblick zu bewahren.

Zum besseren Verständnis von mymozartScan sollen hier ein paar Informationen, Definitionen und Antworten festgehalten werden, die sich auf meine eigene Erfahrung, aus 25 Jahren Arbeit in diesem Bereich, beziehen.

mymozartScan unterstützt zunächst KünstlerInnen in ihrem Vorhaben, den eigenen Weg zu gehen und dabei die individuellen Möglichkeiten auszuschöpfen. Auch steht sie Personen in Zeiten der Neuorientierung, Lösungsfindung und Überbelastung zur Seite. In diesem Sinn betreuen wir Einzelpersonen, aber auch Ensembles und Gesamtproduktionen.

Während meiner Tätigkeit als Regisseur „hinter den Kulissen“  kristallisierten sich vier Arbeitsbereiche heraus:

1.) Ein Lebens-, Produktions- und /oder Karriereziel wurde definiert und eine funktionierende Strategie zur Erreichung desselben in die Tat umgesetzt.

2.) Blockaden (körperlich, nervlich, mental), die die (künstlerische) Berufsausbildung behindert bzw. erschwert haben, mussten identifiziert und eliminiert werden.

3.) Begleitende Betreuung in Zeiten der beruflichen Neuorientierung, Überbelastung bzw. Veränderung mit dem Ziel, entweder mit gleichem Aufwand mehr zu erreichen oder mit weniger Aufwand die gleichen Ergebnisse zu erzielen.

4.) Privat- und Berufsleben wurden in Einklang gebracht.

Oftmals überschnitten sich zwei oder mehr dieser Bereiche.

Meiner Beobachtung nach gibt es in unserer Branche keine einfachen Patentlösungen für komplexe Herausforderungen. Jede Situation ist neu und tritt somit erstmalig auf. Eine vernünftige Lösung verlangte daher immer nach einer subtilen Zusammenarbeit – auf der Basis gegenseitigen Vertrauens – die sich über einen angemessenen (und im vorhinein festgelegten) Zeitrahmen erstreckt.

Diese Arbeit hat natürlich viel mit Selbstwert und persönlicher Kraft zu tun. Das bedeutet in der Praxis, dass wir sehr selbständig werden müssen. Nicht egoistisch, sondern selbständig. Schlüsselpunkte in der Arbeit mit mymozartScan sind daher:

–     Menschen zu helfen, Verantwortung für sich selbst und die eigene Situation zu übernehmen.

–    Menschen zu helfen, das zu erreichen, was sie erreichen können.

–    Menschen zu helfen, ihre Prüfungen zu bestehen, ohne sich anzustrengen.

–    Menschen zu helfen, über mehr kontinuierliche Energie zu verfügen und sich auf sich selbst verlassen zu können.

Was man lernt

Hinter der Idee steht die Erkenntnis, dass Nervenstärke eine erlernbare Disziplin ist. Demgemäß werden die notwendigen Fertigkeiten zu einer kontinuierlichen mentalen Stärkung vermittelt.

Wie man es lernt

Das ausführliche, tiefgreifende mymozartScan besteht aus unterschiedlichenTrainingseinheiten. Diesen geht oft ein umfassendes Basisgespräch voraus, in dem die gesamte Situation des /der Trainierenden analysiert wird. Es wird sein /ihr persönliches Ziel definiert und der voraussichtliche Trainigsverlauf festgelegt. Immer werden auch „Etappenziele“ gesetzt, die eine kontinuierliche Entwicklung gewährleisten. Vorab wird also geklärt, was sich der /die Trainierende von dem bevorstehenden Training erwartet und woran sowohl Trainer als auch Trainierende(r) erkennen werden, dass das Ganze erfolgreich ist.

mymozartScan beinhaltet verschiedene mentale, emotionelle und praktische Übungen, sowie „Hausaufgaben“. Gegebenenfalls wird auch mit dem Musikinstrument oder den verwendeten „Werkzeugen“ gearbeitet.

Die Zeiträume zwischen den Trainingseinheiten können von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen variieren.

In jedem Fall ist es eine Arbeit, bei der eigene Aktivität und Initiative gefordert wird und nicht etwas, das man „über sich ergehen“ lässt. Der /Die Trainierende erlernt somit eine neue Fertigkeit, nämlich alte sowie neue auftretende Probleme aus eigener Kraft zu lösen.

Fragen aus der Praxis

„Gibt es Berufsgruppen die von Lampenfieber sicher sind?“

Lampenfieber tritt unabhängig von gespieltem Instrument und /oder Berufsgruppe auf. So zeigt z.B. die Arbeit mit Spitzenmusikern führender Orchester, dass, im Gegensatz zur verbreiteten Meinung, auch diese – teilweise sogar in gesteigertem Maße – unter nervlicher Überbelastung stehen.

„Verändert sich mit diesem Training meine Persönlichkeit?“

Die Trainierenden erlernen eine neue Fertigkeit, die sie anwenden können, wann immer sie möchten. Meistens steigert sich das Selbstwertgefühl.

„Rede ich mir nicht nur ein, dass sich etwas verbessert, wenn eigentlich alles beim alten bleibt?“

Nein, das ist unmöglich. Das Training ist erst abgeschlossen, wenn die Verbesserung klar und eindeutig erkennbar ist.

„Nimmt der Erfolg der Methode bei dauernder Anwendung ab?“

Nein. Im Gegenteil. Je länger und regelmäßiger die Methode angewandt wird, desto überzeugender werden die Resultate.

„Wenn das Ganze so einfach ist, warum macht es dann nicht schon jeder?“

Das Problem ist, dass sich die wenigsten zunächst vorstellen können, dass durch so einfache Schritte so riesig erscheinende Probleme gelöst werden können. Aber genau diese Einfachheit ist es, die konsequent angewendet, Resultate bringt, die an „Wunder“ grenzen können.

„Wird von den Trainierenden irgendeine besondere Voraussetzung verlangt?“

Nein. Es ist gleichgültig, ob der Trainierende alt oder jung ist, ob er am Anfang seiner Ausbildung steht oder bereits ein arriviert ist. Auch ist es unerheblich, ob man erst seit kurzem mit dem Problem konfrontiert ist oder schon seit Jahren darunter leidet. Entscheidend ist nur die Bereitschaft, etwas wirklich verändern zu wollen. Die Praxis ist hierbei – wie immer – nicht durch die Theorie zu ersetzen.